Wie oft sollte man ein Pferd trainieren?
4. Februar 2026
Wie oft sollte man ein Pferd trainieren?
Die Frage, wie oft ein Pferd trainiert werden sollte, hat keine Standardantwort. Sie hängt vom Ziel, Alter, Niveau und der körperlichen Verfassung des Pferdes ab. Ein junges Pferd in Ausbildung braucht etwas anderes als ein erfahrenes Sportpferd auf Turnierniveau.
Was jedoch immer gilt: Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität. Konsequentes Arbeiten bringt mehr als gelegentlich ein schwerer Trainingstag.
Tägliche Bewegung als Basis
Ein Pferd ist von Natur aus ein Bewegungstier. Auch an trainingfreien Tagen sollte sich das Tier bewegen können. Das kann im Paddock, auf der Weide oder zum Beispiel in der Führanlage sein.
Regelmäßige Bewegung:
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hält die Gelenke geschmeidig
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hilft, Muskelübersäuerung zu vermeiden
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trägt zur mentalen Ruhe bei
Als Richtwert können 30 bis 60 Minuten Bewegung pro Tag angenommen werden. Das muss nicht immer intensiv sein, aber ein Teil dieser Zeit darf aktiv sein, zum Beispiel im Schritt oder leichten Trab.
Trainingsfrequenz je nach Pferdetyp
Wie oft tatsächlich trainiert wird, unterscheidet sich je nach Pferdetyp.
Freizeitpferde
Drei bis vier Mal pro Woche ist meist ausreichend. Wechseln Sie Reiten mit Longieren oder Bewegung in der Führanlage ab.
Sportpferde
Fünf bis sechs Trainingstage pro Woche sind üblich. Dabei ist Abwechslung entscheidend: Intensive Tage werden mit leichteren Einheiten oder Erholungstagen abgewechselt.
Junge Pferde
Drei bis fünf Mal pro Woche, mit kurzen Einheiten und ausreichend Ruhe. Der Schwerpunkt liegt auf Gewöhnung, Balance und korrekter Grundausbildung.
Rehapferde
Oft täglich leichte, kontrollierte Bewegung. Denken Sie an Training im AquaTrainer oder ruhiges Schrittgehen, eventuell unterstützt durch eine Vitafloor-Sitzung.
Es geht nicht um die Anzahl der Tage an sich, sondern um die richtige Verteilung von Belastung und Erholung.
Abwechslung verhindert Überlastung
Ein Pferd kann nicht nur körperlich überlastet werden, sondern auch mental aussteigen, wenn das Training zu einseitig ist. Abwechslung in Untergrund, Intensität und Trainingsform hält Körper und Kopf frisch.
Eine ausgewogene Trainingswoche kann bestehen aus:
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einem Tag leichte Grundbewegung in der Führanlage
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einer Reiteinheit mit Fokus auf Technik oder Kraft
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einem Erholungsmoment mit AquaTrainer oder Vitafloor
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einem Ruhetag oder freier Bewegung im Paddock
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einem intensiveren Trainingstag
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einer unterstützenden Einheit mit Solarium und leichter Bewegung
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einem Ausritt oder vollständiger Ruhe
Durch diese Art von Abwechslung entsteht ein natürliches Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung.
Regeneration ist Teil des Trainings
Regeneration ist keine Unterbrechung des Trainings, sondern ein wesentlicher Bestandteil davon. Ohne ausreichende Erholungszeit sammelt sich Müdigkeit an und das Verletzungsrisiko steigt.
Sorgen Sie daher für:
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ausreichende Ruhephasen
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ständigen Zugang zu Raufutter
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Wärme nach Belastung, zum Beispiel über ein MaXuSS Thera Solarium
Regelmäßiges Vibrationstraining auf einer Vitafloor kann zusätzlich helfen, Muskeln und Sehnen nach Belastung zu unterstützen.
Weiter evaluieren
Kein Trainingsplan funktioniert für jedes Pferd. Beobachten Sie das Tier und passen Sie den Trainingsrhythmus bei Bedarf an.
Achten Sie zum Beispiel auf:
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verminderte Bewegungsfreude
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Steifheit
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Veränderungen im Fressverhalten oder Verhalten
Das sind Signale, dass die Belastung möglicherweise zu hoch ist. In vielen Fällen sind drei hochwertige Trainingseinheiten wertvoller als sechs mittelmäßige.